Besinnungstage auf Norderney Januar 2018

Besinnungstage haben eine „Denkrichtung“. In diesem Jahr könnte man diese mit dem folgenden Text von Detlef Wendler beschreiben:

Mache dir eine Vorstellung davon,
auf welche Weise Gott dir nahe wäre,
wenn er jetzt wie ein Mensch bei dir wäre!
 
Sicher ist Gott immer noch anders, als wir uns vorstellen,
aber dennoch male ich mir in der Fantasie ein Bild aus,
wie er sich mir nähert.
 
Wie könnte das sein?
Wie würde er aussehen?
Oder wäre es eine Sie?
Oder noch ganz anders?
Wie würde Gott auf mich zukommen?
Gäbe es eine Berührung?
Würde Gott mich stärkend an der Schulter berühren,
mir beruhigend einen Finger auf die Stirn legen,
mich bergend umarmen,
mir segnend und schützend die Hand auf den Kopf legen?
Würde Gott ein Wort dazu sagen?
 
Ich entwickle meine ganz persönliche Fantasie der Begegnung mit Gott.

Alle Jahre wieder treffen sich JGlerinnen und JGler im Januar im Friesenhof zu den Besinnungstagen mit Sabine und Moni.

Dieses Mal mit dem speziellen Thema: „Gott in der Bibel – Gott in meinem Leben“.  Die Zeilen des Textes bringen zum Ausdruck, worum es bei den diesjährigen Besinnungstagen ging und welche Fragen im Mittelpunkt standen.

Zuerst hielt jeder eine persönliche Rückschau zu seinem „Bild “und seinen Erfahrungen  von und mit Gott. Diese konnten in einem kleinen Büchlein festgehalten werden und im Laufe der Tage bestand immer wieder die Möglichkeit, sich  seiner  ganz persönlichen  Geschichten mit Gott zu erinnern, diese aufzuschreiben oder zu malen.

Wir versuchten herauszufinden, wo Gott bei uns im Alltag eine Rolle spielt und welches die wichtigsten Bezeichnungen für unser Gottesbild sind. Das sind z.B. Schöpfer, Jesus Christus, Mutter, feste Burg, unverständlich, Wort und besonders Liebe, Licht und Leben. Wobei wir aus 60 Begriffen zuerst 30, und dann in Gruppenarbeit 15 und zum Schluss  sieben Begriffe heraussuchen sollten.

Die einzelnen Gruppen stellten jeweils ihr Ergebnis vor.  Übereinstimmung gab es in allen Gruppen bei den Worten Liebe und Licht.

Auch wurde das Alte und Neuen Testament dazu befragt und welche Erfahrungen die Menschen damals mit Gott gemacht haben.

 

Zentrale Aussagen zu ihrem Verhältnis zu Gott von Maria Magdalena, Jeremia und Abraham, die Teilnehmer erarbeitet haben,  lauteten:

„Weil er mich liebt, konnte ich in mir Kräfte entdecken, Kräfte, die mir halfen zu leben und zu lieben.“

„Gott ist manchmal eine Prüfung“

„Trotz allem was passiert- Gott vertrauen“

„Gott möchte nicht auf mich verzichten, er braucht mich“

 

Der für mich wichtigste Satz dieser Tage lautet: Trotz allem was passiert – auf Gott vertrauen. (Brigitte)

 

Gott ist anders

Gott du bist anders

als wir denken

immer wieder anders

du lässt dich nicht

berechnen

einordnen

gebrauchen

unterbringen

aussuchen

vergleichen

wählen

beweisen

durch uns Menschen

Gott du bist anders

als wir denken

immer wieder anders

du lässt dich

verachten

verlachen

verleugnen

verfolgen

verdrängen

vergessen

verfluchen

verlassen

durch Menschen

Gott du bist anders

als wir denken

immer wieder anders

du lässt dich

hören

suchen

finden

fragen

rufen

loben

bitten

lieben

durch uns Menschen

(Nach Psalm 14)

 

2018-01-30T10:29:56+00:00

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