Familienkreise leben von ihrer analogen Begegnung – sich als ganzer Mensch sehen und mit allen Sinnen wahrnehmen, sich umarmen und miteinander sprechen – aber wie geht das, wenn Corona einen (Teil-) Lockdown erzwingt…?

Dazu haben wir Familienkreise befragt. So vielfältig, wie die Kreise sind, fielen auch die Antworten aus. Bewundernswert war die Kreativität, mit der nach Verbundenheit gesucht wurde  und die einhellige Meinung: „Nichts geht über direkte Begegnung.“

Während im Sommer noch Treffen im Garten oder in anderen großen Räumen mit entsprechendem Abstand möglich waren, sind seit Anfang November wieder  keinerlei Zusammenkünfte möglich. Gerade für Familienkreise, die schon lange Zeit bestehen, dadurch eng zusammen gewachsen sind, ist diese Zeit nicht ganz so schwierig – sie zehren sozusagen von ihrer langen Zeit und können etwas beruhigter warten. Für Familienkreise, die sich gerade erst gegründet haben oder dabei sind, sich näher kennenzulernen ist das noch eine ganz andere Herausforderung. Teilweise werden digitale Formate gesucht, um sich bei einem „Feierabendbier“ ein wenig auszutauschen.

Folgende beispielhafte Ideen sind dabei an uns weitertransportiert worden:

  1. Eine Idee entstand in einem Kreis, dass Familien sich eine Knabbertüte und unterschiedliche Gesellschaftsspiele zu einem vereinbarten Termin vor die Tür legten, diese am Nachmittag in ihren Familien durchspielten und abends wurde digital das beste Spiel prämiert.
  2. Ähnlich ist ein junger Kreis in den Advent gestartet, in dem jede Familie eine Adventskerze gebastelt hat und diese dann eine andere weiter verschenkte. Mit einem schönen Text und Mandala zum Thema „Licht.“
  3. Digitale Abende sind für einige ältere Kreis auch eine Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben und sich zumindest auf dem Bildschirm zu sehen. So wurden auch Geburtstagskinder überrascht und ein Blumenstrauß, der zuvor versteckt wurde, sowie das digitale Ständchen trugen zur Überraschung bei.
  4. Eine andere Idee war, dass ein Kreis sich kurz vor dem nächsten Treffen verabredet hat, dass alle an ihrem JG  Abend eine Kerze anzünden und sich ein Musikstück, welches zuvor an alle verschickt wurde , anhören konnten – So waren alle ein paar Minuten gedanklich miteinander verbunden.

 

Hilfreich in dieser Zeit waren natürlich auch die kleinen Kontakte über SMS, WhatsApp oder Telefonate – diese fielen dann aber meist entsprechend lang aus, da der Gesprächsbedarf schon erheblich ist. Wir wünschen Euch daher Allen in dieser Zeit viele schöne, bereichernde und erfüllende digitale Kontakte. Ihr seid mit Abstand die Besten 🙂