Ideen Archiv

Anregungen für Zuhause!

#stayathome

Spaß garantiert!
Kennt ihr Verstecken falschherum?


Unsere Kinder spielen das schon lange – normalerweise mit vielen Freunden. Jetzt fallen die Freunde aus und wir Eltern haben mehr Zeit als sonst – und auf einmal richtig viel Spaß mit unseren Kids.
Die Regeln: Alle zählen gemeinsam, eine Person versteckt sich in der Zeit. Nun gehen alle suchen – aber möglichst einzeln. Denn wer die Person gefunden hat, kriecht mög-lichst unbemerkt mit ins Versteck – so lange, bis der Letzte das Versteck gefunden hat. Das kann ganz schön eng (und lustig) werden! Je nach Alter der Teilnehmenden darf der Erste (große Men-schen) oder der Letzte (kleine Menschen) sich als Nächstes verstecken. Klappt auch prima mit Kids und Erwachsenen in verschiedenen Altersstufen (bei uns 5-15 Jahre). Von Familie Hachmann (Greven)

…da gibt´s was auf die Ohren!

Aus dem 2019 gegründeten JG-Familienkreis in Borken erreichte uns ein Tipp, der für viele Eltern eine gute Entlastung sein kann (wenn die Kleinen jetzt immer noch nicht wieder in die Kita oder die Schule dürfen).

Anstatt die Flimmerkiste oder das Tablet zum Glotzen anzuschmeißen, gibt es ein HÖRSPIEL-Angebot der Soundart-Mediagroup und befreundeter Firmen in Zusammenarbeit mit Ravensburger.

Hier deren Beschreibung und der LINK (ohne Gewähr für alle Inhalte). Ich fand beim Reinhören es sehr gut!

Euer JG-Frank

„Liebe Eltern, zusammen mit einigen befreundeten kleinen Firmen haben wir die letzten 3 Tage ein Projekt aus dem Boden gestampft. Kurz zusammengefasst: dabei handelt es sich um 97 kostenlosen Hörgeschichten für Kinder in 5 Kategorien mit Laufzeiten von 2:30 min bis ca. 20:00 Minuten. Die Geschichten sind geeignet für Kinder im Alter bis 12 Jahre.

Die Seite lautet:

www.diekurzgeschichte.de

Die Geschichten dort sind zum gratis Download und Streaming, da wir etwas Gutes in einer schwierigen Zeit tun wollen. Viele Eltern müssen in der Corona-Krise Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen. Mit den Kindergeschichten möchten wir Eltern ein wenig Freiräume schaffen.

Darf gerne geteilt werden.“

In diesem Sinne von Eurem JG-Team der Wunsch: Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Wer kennt das nicht: Zum x-ten mal dieselbe CD, denselben Song. Warum also nicht mal eine Playlist erstellen, mit der alle Familienmitglieder zufrieden und glücklich sind?

Vorgehensweise:

  1. Gemeinsam von allen möglichen Tonträgern/Playlisten die Lieblingslieder zusammensuchen und aufschreiben. Dabei soll jedes (!) Familienmitglied zu Wort kommen. Vielleicht gibt es ja auch gemeinsame Lieder, die an Urlaube oder besondere Situationen erinnern…? 
  2. Die Lieder sammeln und in einer Musik –  Datenbank suchen. Dabei dürfen alle möglichen Lieder gesucht werden: Neben den Klassikern wie Rolf Zuckowski oder Detlev Jöcker natürlich auch Titel wie Macarena,  Gangnam Style oder was auch immer…
  3. Zur Steigerung der guten Laune diese Playlist Mal abspielen, wenn gerade Zeit dafür ist: um die Laune zu steigern, um gemeinsam aufzuräumen, um gemeinsam sich zur Musik zu bewegen etc.
  4. Viel Spaß beim bewegen und mitsummen, mitsingen oder mittanzen…

Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Was Ihr tun könnt, wenn das Eiscafé zu hat… Schaut es Euch in der

hier verlinkten PDF an…und so geht´s

Seit Jahren empfielt Burkhardt Labusch für die JGaktuell die neusten und besten Gesellschaftsspiele – egal ob Karten- Deck – Lege – Fun und Party oder Strategiespiele – schaut mal, ob was für diese besondere Zeit dabei ist. Auch Eure lokalen Spielehändler liefern derzeit oft nach Hause erkundigt Euch mal….

Hier die verlinkten PDF s:

       

Schon mal versucht, gemeinsam ein Bild (aus-) zumalen? Dann kommt hier unsere Idee:

1) Sucht Euch gemeinsam eine schöne Vorlage (zb aus einem Mandala-Buch) heraus. 2) Unterteilt diese mit Lineal und Bleistift in verschiedene Teile (Beispiel im Bild:  8 Teile)

3) Schneidet die Teile auseinander. 4) Jede/r von Euch coloriert anschließend seinen / ihren Teil. 5) Anschließend setzt ihr die Teile wieder zusammen.

Vielleicht wollt ihr das Bild ja gemeinsam in einen schönen Bilderrahmen packen, damit es euch an diese Zeit erinnert. Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Eine nicht neue, aber einfache Idee, sich das kleine alltägliche Glück bewusst zu machen, ist das „Glücks-Glas.“

Benötigte Materialien:

– ein (großes) Weck-Glas, ggf. mit Deckel

– kleine Zettel

– etwas zum Schreiben / Malen

Vorgehensweise:

1) Glas nach Belieben beschriften oder dekorieren

2) jeweils eine gute Erinnerung pro Zettel aufschreiben / malen (das heisst: jedes Mal, wenn man etwas Schönes erlebt)

So entstehen nach und nach ganz viele kleine Glücksmomente im Glas.  Wenn es Dir / Euch dann mal nicht gut geht, können beliebig viele Zettel entnommen werden 🙂

ODER: Als „Bilanz“ einer bestimmten Zeit / z.B. am Silvesternachmittag – oder während einer schwierigen Zeit wie jetzt – können beliebig viele (oder alle) Zettel entnommen und vorgelesen werden. Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, welche Kirchenlieder euch und eurer Familie zur Zeit so im Kopf herum schweben?

Gibt es bestimmte Lieder, die ihr im Gottesdienst oder zu Hause gemeinsam gerne singt – oder Lieder, die euch einfallen? Eine Umfrage unter uns Kolleginnen und Kollegen hat ergeben, dass nahezu Jede und Jeder mit der derzeitigen Lebenssituation bestimmte Kirchenlieder (egal ob alt oder neu) verbinden konnte.

Daher unsere Idee für euch: überlegt doch einmal, ob es bestimmte Lieder gibt, die ihr gemeinsam gerne singt – oder die euch oder euren Kindern zur Zeit besonders am Herzen liegen.

Eine unserer musikalischen „Gedanken-Verbindungen“ seht ihr oben, etwas grafisch aufgepeppt. Wir werden von Zeit zu Zeit weitere Lieder über unser Instagram Konto verbreiten. Viel Spaß beim Überlegen  und Singen. 🎶

Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

#vernetzt

Wie können wir beim #zuhausebleiben dennoch den Kontakt zu unsern Freunden / im Familienkreis / in der Familie pflegen?

Wie wär es (als eine

zweckentfremdete Anwendung einer Video-Konferenz) mit einem ZOOM-Kaffeeklatsch?

Mitte März 2020 haben wir im JG-MitabeiterInnenteam „aus der Not heraus“ das Videokonferenz-Tool „ZOOM“ ausprobiert. Wir finden es gut, zumal es in bestimmten „Grenzen“ als APP oder Programm auch kostenlos benutzbar ist. Man kann mit zwei TeilnehmerInnen, die über Smartphone/Tablet oder Laptop (bzw. PC mit Web-Camera/Microfon) in ein sogenanntes „Meeting“ eintreten, über einen langen Zeitraum in Video- und Audiokontakt sein und sich dabei Inhalte vom Unterhaltungsmedium LIVE miteinander teilen. (z.B. ein Bild, ein Dokument, ein Filmchen usw. ansehen und hören). Wenn man den Kreis der TeilnehmerInnen am „Meeting“ erweitert, bleibt das Zoom-Programm immer noch kostenlos, doch die Zeit für eine „Sitzung“ ist auf 40Minuten beschränkt. Man kann aber unendlich oft, durch erneute Einladung an alle, das Treffen fortführen.

(Anleitung in Einzelschritten als pdf hier herunterladbar)

Am letzten März-Wochenende haben Familie Wolsing und Familie Rieswick aus Rhede einen „Kaffee-Klatsch“ auf Entfernung gemacht.

  1. Von Rieswicks wurden „Amerikaner“ gebacken und zuvor mit Fahrradkurier an Wolsing ausgeliefert.
  2. Dann sendeten Wolsings um 15 Uhr eine Einladung aus dem Zoom.us Programm heraus, über e-mail bzw. in den gemeinsamen Whatsapp-Chat. Dabei wurden „Meeting-Id(entitätsnummer)“ und „Meeting-Passwort“ mitgeteilt und Familie Rieswick trug diese auf ihrem Laptop ein…und zack…, saßen wir gemeinsam an der Kaffeetafel. Wolsings in ihrem Esszimmer und Rieswick in der eigenen Küche, beide über das eigene WLAN mittels Zoom-Cloud-Meetings-Programm verbunden.
  3. Wir haben geklönt, uns Fotos gezeigt, gemeinsam in Erinnerungen an Ameland mit einem Video aus dem Jahr 2019 geschwelgt und eine Idee für ein „Online-Zoom-Bingo“ mit den für 2020 Ameland angemeldeten Familien (schnief…die Fahrt musste ja wegen der Reisebeschränkungen abgesagt werden…schnief) ausgedacht!
  4. Und irgendwann war Kuchen genug gegessen, der Kaffeepegel erreicht und wir beendeten das „Meeting“ nach zwei x 40 Minuten. Es war irgendwie anders, aber unter diesen Umständen sehr schön!!

Vorteil beim Nutzen einer solchen „Konferenz-Software“ hat im Vergleich zu einem whatsapp-Live-Video den Vorteil, dass einfach viel mehr Leute mitmachen könnten und zusätzliche „Austauschmöglichkeiten“ zu Verfügung stehen.

Probiert es mal aus – ich habe auch schon von „Online“-Spieleabenden gehört!!

Eigentlich wären wir im Moment mit 16 Teilnehmenden auf dem Franzikusweg in Italien unterwegs.

Aufgrund der gesundheitlichen Lage erleben wir den Weg leider gerade nur virtuell. Hier haben wir einzelne Aussagen der Teilnehmenden gesammelt.

Übrigens: Die Reise wird in 2021 nachgeholt!

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Mit Klara und Franziskus mein Leben unter die Füße nehmen:

1) Wie Franzikus möchten wir pilgernd über unser Leben nachdenken und dabei auch die Natur erleben.

2) Ich möchte gemeinsam das Leben und den Glauben teilen. Einander hören, lachen, singen und schweigen und dabei der Botschaft von Klara und Franzikus nachgehen. Mit Anderen gemeinsam die Landschaft von Franziskus und Klara erleben. Hören, was sie bewegt hat und entdecken, was wir heute von ihnen lernen können.

3) Wir möchten gerne unterwegs sein – in der Natur, mit Gleichgesinnten, bei uns selbst und mit Gott als Begleiter.

Ich mache mich auf den Weg, …

4) … weil ich gemeinsam mit Anderen offener bin für Neues.

5) … weil ich für mich auf der Suche bin, den richtigen Weg zu finden. Gemeinschaft zu erleben, Ziele zu setzen und mich auf das wirklich Wichtige zu besinnen.

6) …weil ich zur Ruhe kommen möchte, mich besinnen will und auch mal an meine Grenzen gehen möchte. Ich möchte Gemeinschaft erleben und gemeinsam vorankommen.

7) … weil wir die Natur erleben und aus dem Alltag ausbrechen möchten.

8) …weil ich 2019 allein begonnen habe und den Weg gerne weiter gehen möchte, aufgrund meiner guten Erfahrungen auf der 1. Etappe von Florenz nach Assisi.

9) …weil ich die Stimmungen auf dem Franziskusweg einfangen möchte.

10)… weil ich Freude erleben möchte.

11)… weil ich zu mir finden möchte.

12)…weil ich Menschen kennenlernen möchte, die sich auf den gleichen Weg machen wie ich.

Kleine Ideen

Mama? Maaaaama…? Mammmma! Mami? Oh Mann Mama…

Ich kann gar nicht sagen, auf wie viele verschiedene Arten meine Tochter „Mama“ sagen kann. Angefangen hat das alles vor knapp siebeneinhalb Jahren mit „mamamam“. Ich weiß noch, dass mir – ähnlich wie bei unserem Sohn vier Jahre vorher –Tränen der Rührung runtergelaufen sind, weil ich mich so darüber gefreut habe. Ich fand das immer sehr besonders, wenn unsere Kinder damit angefangen haben.

Inzwischen weiß ich, dass man das Wort Mama auf sehr viele verschiedene Arten aussprechen kann. Mal fragend, mal fordernd, mal laut, mal leise. Und natürlich auch als Kose- Wort: Mami, Mamilein, Mamchen,… Auch da sind der Fantasie scheinbar keine Grenzen gesetzt. Und das eine für mich steht fest: Ich bin Mama durch und durch – und ich bin gerne Mama. Es ist das vermutlich anstrengendste, aber auch Schönste, was ich bisher erlebt habe. Es gibt auch Tage, da möchte ich mir am liebsten die Ohren zu stopfen und nicht erreichbar sein mit diesem Mama anrufen – aber leider Fehlanzeige.

Meine Kinder beschenken mich dennoch jeden Tag aufs Neue – und das nicht nur in der Woche vor dem Muttertag. Ihr Leben und ihre Aktionen sind eine Bereicherung und ich kann mir das Leben ohne sie ehrlich gesagt nicht mehr vorstellen. Auch  wenn der Pubertierende jetzt wahrscheinlich sowas sagen würde wie: Mama, du bist echt peinlich. In diesem Sinne: bleibt gesund. Gott segne euch.

Japan ist ein ganz erstaunliches Land. Neben sehr freundlichen und disziplinierten Menschen und einer großartigen Natur gibt es dort eine besondere Tradition, um den Frühling zu begrüßen.

Man nennt es Sakura – die Kirschblüte beziehungsweise die Zeit der Kirschblüten-  Saison („sakura season“). Diese dauert bei jedem Kirschbaum ungefähr zehn Tage, leicht saisonal unterschiedlich von circa Ende März bis Anfang Mai. In dieser Zeit gibt es in Japan unzählige Aktivitäten und Kirschblüten- Feste, Picknicks und jegliche Form des Müßiggangs in der Nähe solcher Blüten. Viele Touristen besuchen Japan, nur um diese besondere Tradition und das Erblühen der Bäume zu erleben.

Das Gefühl was damit einhergeht heißt im japanischen „Hanami“ was soviel bedeutet wie „Blüten betrachten“ oder „Blüten sehen.“ Erstaunlich, dass es dafür sogar einen eigenen Begriff gibt, oder?

Die Japaner begehen diese besondere Tradition, um eine neue Jahreszeit und damit einen neuen Anfang zu begrüßen.

Die Blüte der Kirschen markiert eine Zäsur: Den Abschied des Winters und den Beginn einer neuen Blütezeit.

Mich beeindruckt das: Sich bewusst Zeit nehmen, um etwas Neues zu begrüßen. Innehalten und sich dem Zauber von etwas so Kleinem hingeben. Den Wandel begrüßen.

Ich wünsche jedem von uns die Muße, sich Zeit für die kleinen Dinge zu nehmen und sich auch über kleine Veränderungen die gemeinsam ein großes Bild abgeben können, zu freuen.

Bedeutet übersetzt etwa so viel wie : „Teilen ist (sich) kümmern.“

Etwas freier übersetzt wäre es vielleicht so etwas wie: „Etwas teilen bedeutet, dass du dich sorgst.“ Wenn ich mich um etwas oder jemanden kümmere bedeutet das, dass diese Sache oder diese Person mir wichtig ist und ich mir Gedanken darum mache. Ich kann Gedanken, Einstellungen, Meinungen – aber auch Gefühle teilen.

Das oben stehende Foto ist entstanden beim Einsteigen in ein so genanntes Stadtteilauto. Dort angebracht soll es etwa so viel bedeuten wie: Ein Auto zu teilen bedeutet sich darum Gedanken zu machen, was das gegebenenfalls mit unserer Umwelt tut. Dort hat es hoffentlich einen positiven Nebeneffekt, dass mehrere Menschen sich ein Auto teilen und es nur dann benutzen, wenn es wirklich erforderlich ist.

Zurück zum Thema ‚caring‘ also (sich) kümmern. Für mich steht hinter dieser englischen Vokabel ‚to care for‘  (sich um etwas/jemanden kümmern) in dieser Zeit noch eine andere Bedeutung: Ich teile meine Gedanken und Gefühle mit den Menschen, die mir wichtig sind. Ihnen teile ich regelmäßig mit, wie es mir geht – und ich frage sie natürlich auch, wie es ihnen geht. Ich telefoniere regelmäßig mit meinen Eltern und meinen Geschwistern. Ich halte regelmäßigen Kontakt zu Freunden und Arbeitskollegen.

Das ist natürlich auch ein bisschen Selbst-  Fürsorge: Ich kümmere mich darum, dass es mir selber gut geht. Ein bisschen Normalität in dieser verrückten Zeit. Ich freue mich über jede E-Mail, die von Bekannten eingeht mit inhaltlichen Tipps und Anregungen, wie man diese Zeit füllen kann. Nur wer für sich selber sorgt, kann auch für andere da sein.

‚Sharing is caring’ taucht auch immer wieder mal in Nachhaltigkeits-Diskussionen auf. Aber: Nur wer hinter seiner eigenen Tür mal kuckt, was er gegebenenfalls verändern kann, kann auch Veränderungen bei anderen Dingen oder in anderen Situationen hervorrufen und anregen. Ich kann nicht auf der einen Seite mich für das Thema Nachhaltigkeit einsetzen – aber bei mir zu Hause dafür nur wenig oder gar nichts tun. Fange ich doch einfach bei mir oder bei meinem zu Hause an: Was sehe ich? Was nehme ich wahr? Was möchte ich zum Beispiel in meinem Konsum- oder Einkaufsverhalten ändern? Ein Blick auf die Einkaufsliste oder in den Einkaufswagen können gute erste Schritte sein. Dann fange ich an, mich nicht nur um mich selbst, sondern um weitere kleine Veränderungen zu kümmern, damit wir alle gut leben können.

In diesem Sinne wünsche ich euch und uns allen eine anregungsreiche Sharing-und Caring-Zeit. bleibt gesund. 🍀Gott segne euch.

Lebensfreude – und Hoffnung

(Achtung: es gibt Textstellen, die den Leser sehr zum nachdenken bringen können oder nahegehend sind) 

Dieses Bild erreichte mich heute von einer guten Bekannten, nennen wir sie Anja. Anja ist Mitte 30, verheiratet, und hat mit ihrem Mann zwei Kinder. Das an sich ist keine besondere Geschichte. Das Besondere an diesem Bild und der Geschichte die dahinter steht ist aber, welche Lebensfreude das Bild und der Kommentar dazu ausstrahlen.

Bei Anja wurde Ende 2018 Unterleibs- Krebs diagnostiziert. Zu der Zeit war Anja mit ihrem Sohn schwanger. Eine lange Zeit war unsicher, ob ihr Sohn gesund auf die Welt kommen würde. Die Operation wurde durchgeführt, während ihr Sohn in ihr wuchs. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, was das für Sie und Ihre kleine Familie (ihre Tochter war gerade zwei geworden) bedeutet hat.

Die Behandlung hat Anja gut überstanden, sie ist seit über einem Jahr krebsfrei. Ihr und ihrer Familie geht es gut, auch in diesen Corona- Zeiten.

Und gerade in dieser Zeit, in der es Vielen nicht gut geht oder Einige sich über die  Einschränkungen beschweren so eine Nachricht heute zu bekommen mit diesem Kommentar gibt mir Hoffnung. Hoffnung, dass es immer weitergeht. Hoffnung, dass es Menschen wie Anja gibt, die IMMER hoffen. Und die andere-wie mich – damit motivieren und erfreuen. 

Und Hoffnung, das alles wieder besser wird. Bleibt gesund. 🍀 Gott segne Euch.

Impulse und Geschichten

40 Tage nach Ostern wird Christi Himmelfahrt gefeiert. Denn nachdem der Auferstandene Jesus sich Ostern den Jüngern gezeigt hatte, blieb er nach biblischer Überlieferung noch 40 Tage bei ihnen. Dann wurde er vor ihren Augen von einer Wolke in den Himmel gehoben (Apostelgeschichte 1). Viele Bräuche entstanden im Mittelalter, die das Geschehen vorstellbar machen sollten.

Doch eine tiefe Glaubenswahrheit birgt dieses Geschehen: Jesus lebt „Im Himmel fort“, in einer unsichtbaren, göttlichen Sphäre, die jenseits der sichtbaren Welt existiert und doch gleichzeitig in ihr wirksam ist.

Eine kleine Geschichte, die zwar zur Corona Zeit wie aus einer anderen Zeit gefallen wirkt, aber viele von euch durften sicherlich solche Erfahrungen am Flughafen schon erleben oder  haben sie mitbekommen. Und sie enthält eine zeitlose Botschaft!

Zwischen zwei Welten – Eine Himmelfahrtgeschichte von Björn Kranefuß (Pastor Airport

aus: „Andere Zeiten“ – das Magazin zum Kirchenjahr 2/2019

Unbestätigten Meldungen zufolge soll sich am Fest der Himmelfahrt Christi Folgendes zugetragen haben: Jesus, sitzend zur Rechten Gottes,  sagte zu seinem Vater: „Papa, du weißt ja, Flughäfen haben mich schon immer interessiert. Ich möchte mir das mal näher ansehen. Kann ich einen Tag frei machen? Ich weiß, es gibt wahnsinnig viel zutun, aber ich würde zu gerne…“- „Geh nur,“ sagte der gütige Vater im Himmel. „Einen Tag frei machen hast du dir wirklich verdient“.“

Jesus begab sich also, natürlich unerkannt, ins Terminal 1 des großen Hamburger Flughafens. Er betrat die Abfertigungshallt mit den vielen Schaltern, an denen Menschen darauf warteten, Gepäck abzugeben, und war überrascht. Das könnte auch ein Tempel sein, dieses Gebäude, dachte er und sah durchaus Ähnlichkeiten zum Tempel in Jerusalem. Obwohl natürlich allwissend, musste er sich unwillkürlich fragen: „Zu wessen Ehren ist denn dieses Gebäude gebaut worden? Zu wem wird denn hier gebetet?“

Jesus stellte sich an das Ende einer Schlange von Menschen vor einem Check-In-Schalter. Vor ihm in der Schlange stand ein gestresst wirkender Mann. Andreas, 38 Jahre, von Beruf Makler, gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern, vier und sechs Jahre alt, auf dem Weg in den Griechenland –Urlaub. Da der Schalter noch nicht geöffnet war, kam man ins Gespräch. Während seine beiden Kinder im Terminal herumliefen und seine Frau noch letzte Urlaubslektüre kaufte, fing Andreas zu erzählen an. Er freute sich sehr auf den Urlaub. Immer wieder hatten sie in den letzten Tagen die schöne Ferienanlage im Internet angesehen, hatten sich vorgestellt, wie es sein würde, mit den Kindern zu spielen und mit seiner Frau auf der Terrasse gegrillten Fisch zu essen. Allerdings war die Stimmung in der Familie gerade sehr angespannt. Gestern Abend hatte es Streit gegeben. Seine Faru hatte ihm vorgeworfene, er kümmere sich zu wenig um die Kinder. Andreas wiederum hatte seine Frau undankbar genannt, da sie nicht verstehen wolle, dass es zwischen beruflicher Abwesenheit und ihrem Wohlstand einen Zusammenhang gebe.

Jesus dachte: Wie rasch werden durch einen Streit doch all die Errungenschaften der technologischen Zivilisation bedeutungslos. Wer hätte vorherzusagen gewagt, dass wir irgendwann zwar Menschen auf den Mond und Flugzeuge nach Neuseeland schicken können, aber immer noch Mühe haben, einander wirklich zu verstehen, uns zu vergeben und Meinungsverschiedenheiten beizulegen? Nachdenklich folgte er dem Strom der Passagiere und stand wenige Meter weiter schon wieder in einer Warteschlange. Verwundert sah Jesus, wie vor ihm Menschen anfingen, Gürtel zu öffnen und Schuhe auszuziehen. Männer und Frauen in Uniform winkten sie durch ein Tor. Manche von ihnen wurden dahinter abgetastet. Diese Vorstellung war Jesus sehr unangenehm. Eigentlich wollte er schon wieder umkehren, aber dann siegte seine Neugier. Zumal er sah, dass die Menschen hinter dem Tor irgendwie erleichtert aussahen. Vor allem die, die es ohne Piepen und Abtasten durch das Tor geschafft hatten. Sie wirkten so wie Menschen, die Jesus nach der Beichte aus der Kirche hatte kommen sehen: für diesen Augenblick erlöst und frei von der Last der Sünden. Ein seltsames Himmelfahrts-Ritual ist das, dachte Jesus. Und wieder musste er an den Jerusalemer Tempel denken. Dort mussten die Menschen sich seelisch `reinigen‘, bevor sie in den heiligen Bereich des Tempels gelassen wurden. Er dachte bei sich. „Lieber ein Gebet mit Sündenvergebung als das hier.“

Jesus verbrachte dann noch etwas Zeit bei den Passagieren, die direkt vor den Flugzeugen auf das einsteigen warteten. Einigen Reisenden sah man die Vorfreude auf den Urlaub deutlich an. Bei anderen konnte Jesus in ihren bangen Blicken ablesen, was sie dachten: Gleich bin ich in so einer Maschine über den Wolken, vertraue mein Leben einem wildfremden Menschen an…

Am Abend kehrte Jesus zurück in den Himmel. „Und wie war’s?“ fragte ihn der gütige Vater. „Sehr interessant“, sagte Jesus und ließ sich erschöpft zur Rechten Gottes nieder. „Es ist schon beeindruckend, was die Menschen in den vergangenen 2000 Jahren technisch alles so entwickelt haben. Na ja, du hast sie ja zu deinem Ebenbild geschaffen. Kein Wunder also, dass sie so erstaunliche Dinge erfinden. Leider scheinen sie sich über die schädlichen Folgen ihres manchmal genialen Tuns nicht wirklich ausreichend Gedanken zu machen. Ich habe das Gefühl, du hast bei der Ebenbildlichkeit irgendein entscheidendes Detail vergessen, vielleicht…“ „Jaja, du hast recht, mein Sohn“, unterbrach ihn Gott und verdrehte leicht die Augen. „Ich weiß schon, was du meinst.“

Nachdenklich schwiegen sie eine Weile. „Am besten hat mir, glaube ich, der Bereich im Flughafen gefallen, wo Menschen nach einer Reise ankommen“, sagte Jesus plötzlich. “Welch‘ gespannte Erwartung und welch‘ überschwängliche Freude dort herrscht! Da unten in der Halle gibt es Empfänge für die ankommenden Reisenden- die hätten König Herodes neidisch gemacht. Menschen ohne irgendwelche augenscheinlichen besonderen Merkmale werden mit Wimpeln, Spruchbänder, Schokoladenkuchen und Jubel begrüßt. Die Menschen geben einander das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Mir fiel dabei übrigens sofort meine eigene Himmelfahrt ein. Denn da hatte ich genau dieses Gefühl: dass ich für dich, Vater, jemand ganz Besonderes bin. Und es war dieses Gefühl, das mich schweben ließ und mich getragen hat.“ Gott lächelte und war auch ein bisschen gerührt. Jesus fuhr fort: „Insofern ereignet sich tatsächlich jeden Tag am Flughafen so etwas wie Himmelfahrt. Allerdings nicht beim Start der Flugzeuge, wie ich zunächst dachte, sondern Menschen beginnen innerlich zu schweben, wenn ihnen bei der Ankunft von Freunden gezeigt wird, dass und wie sehr sie geliebt werden.“

Wieder nachdenkliches Schweigen. Dann räusperte sich Gott Vater:“ Ich denke, ich habe verstanden… Die Menschen, meine Geschöpfe, können am Flughafen viel über sich selbst lernen: Bei ihrer Abreise sind sie zunächst einmal so verdächtig wie ein Verbrecher und Sünder, sodass sie aufs Schärfste durchleuchtet und kontrolliert werden müssen. Aber eine Etage darunter, bei ihrer Ankunft, werden sie begrüßt wie Könige.“ Jesus nickte. Dann fügte er hinzu:“ Wir werden definitiv noch gebraucht, Vater. Wie soll ein Mensch mit dieser Spannung leben – König und potenzieller Verbrecher zugleich-, wenn wir ihm nicht immer vergewissern, dass er vor allem eines ist: dein geliebtes Kind.

Textimpuls aus unserer „ Arbeitshilfe mein Haus – dein Haus “,  allerdings mit veränderten Titel. 

Hoffnung vielleicht

Das wäre schön auf etwas hoffen zu können

was das Leben lichter macht und leichter das Herz

Das gebrochene ängstliche

und dann den Mut haben die Türen weit aufzumachen

nicht länger verschließen

und die Ohren und die Augen und auch den Mund

Das wäre schön

Bis am Horizont Schiffe auftauchten

Eins nach dem anderen

Beladen mit Hoffnungsbrot bis an den Rand

Das Mehr wird immer mehr

Durch teilen

Das wäre schön

Wenn Gott nicht aufhörte zu träumen in uns

vom vollen Leben einer Zukunft für alle

Und wenn dann der Himmel aufreißen würde ganz plötzlich

Neue Wege sich auftun hinter dem Horizont

Das wäre schön

(Carola Moosbach)

Um in dieser Zeit den Blick auch auf etwas Gutes zu lenken, eignet sich

diese hier als PDF-angeknüpfte Geschichte sehr gut.

Sie kann von Gross und Klein gut umgesetzt werden; Notwendig
dazu ist lediglich eine Handvoll Bohnen pro Person, die man sich in die Tasche stecken
muss.

Es ist eine einfache „Strategie“ die und helfen kann, gut durch diese Zeit zu
kommen, denn:

Das Positive teilen geht sowohl analog als auch digital 🙂

Eigentlich wollten wir mit einer großen Pilgergruppe von Telgte nach Münster unterwegs sein. Aber manchmal  „läuft“ es einfach nicht so, wie wir Menschen es uns vorstellen. Ein kleiner Virus macht so viele Pläne zunichte.

Für alle, die sich auf den Weg machen wollten, aber auch die, die einfach Lust haben, sich einmal auf andere Gedanken zu bringen, die Möglichkeit, entweder in Gedanken, oder draußen allein oder zu zweit mit den Impulsen aufzubrechen.

Wie gehen wir mit Gottes guter Schöpfung um? Erfahren wir nicht tag täglich, dass sie unter vielfältigen Belastungen seufzt und ächzt? Hoffen wir noch auf Rettung? Oder haben  wir uns damit abgefunden,  dass unsere Lebensweise die Erde langsam, aber sicher zerstört? Wir wollen uns fragen, welchen Anteil wir am Leiden der Schöpfung haben und wie wir durch unser Handeln dieses Leid mindern können?

Den Kreuzweg Jesu nachgehen heißt, den eigenen Lebensweg darin entdecken und erspüren, dass Gott uns  nicht allein lässt. In Anlehnung an den Kreuzweg gibt es einige Stationen zum Innenhalten-  wer möchte, nimmt sich die Bibel zur Hand, um diese Stellen nachzuschlagen.

Die kompletten Impulse finde ihr hier!

Ein einfacher Plan…

Zum Nachlesen oder deutlich sichtbar aufhängen (nach einer Idee von S.Niemeyer)

1) Es ist, was es ist. Ich mache das Beste daraus.

2) Angst vor der Zukunft verändert die Zukunft nicht. Aber diese Angst verändert mich. Dagegen werde ich AKTIV:

Bewegung, Kuchen backen, Schreiben, Singen, Jonglieren, in den Himmel schauen, lange spazieren gehen – all das kann mir helfen.

3) Drei Sachen, die trotz Corona gut sind, finden sich jeden Tag – wetten?

4) Ich bleibe neugierig und finde jeden Tag die Antwort auf eine Frage heraus, die mich interessiert. Zum Beispiel:

Wo überall auf der Welt ist die Muttersprache Spanisch?

Wie bewegen sich Krebse fort?

Wie erlerne ich im Selbststudium ein Instrument?

(…)

5) Ich danke allen Menschen in Schlüsselberufen, das tue ich ggf. auch PERSÖNLICH: Verkäufer/innen, Ärztinnen, Müllabfuhr, Briefträger – die Liste lässt sich beliebig weiter fortsetzen. ICH SAGE DAS DIESEN MENSCHEN AUCH, WENN ICH SIE TREFFE.

6) Ich denke an meine Großeltern, die immer eingemachtes Obst, aber nie einen Schrank voll Klopapier hatten.

7) Ich denke an meine männlichen Vorfahren, die in den Krieg – und nicht auf das Sofa – berufen wurden.

8) Ich versuche, meinen Kindern oder Kindeskindern eine positive Grundstimmung zu vermitteln. Ich bitte um Hilfe, wenn mir dies nicht gelingt.

9) Ich lese Bücher, die ich schon immer mal lesen wollte.

10) Ich nehme mir bewusst Zeit, die Dinge zu genießen, die ich schön finde:

– in Ruhe mit meinen Kindern / Geschwistern / Eltern / Großeltern telefonieren

– in der Sonne sitzen

– mit meinem Hund spazieren gehen

– (…)

Ideen zu Ostern

Bastelidee: A3 Karton, Stifte, Bastelmaterial, …

Im Wohnzimmer oder der Küche liegt der Karton, auf den jedes Familienmitglied einen Bereich bekommt, den er selbst gestalten kann. Es sollte eine Fläche sein, auf die ein herkömmliches Smartphone Platz hat. Hier kann jeder sein Feld selbst anmalen, bekleben oder anderweitig bebasteln. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Vielleicht sollte man auch ein paar Gastplätze einplanen.

Beim Betreten des Raumes zu einer bestimmten Zeit (Essen, gemeinsame Spielzeit, Fernsehzeit,…) legt man sein Smartphone auf seinen Platz und lässt es auch für die vereinbarte Zeit dort.

Man kann den Parkplatz in der Nähe von Lademöglichkeiten aufstellen, um einen doppelten Nutzen zu haben.

Vielleicht könnt ihr das mal ausprobieren. Wir freuen uns über Fotos der fertigen Stücke.

Auf Wunsch von JglerInnen haben wir hier bis Ostern – etwas prominenter als bei den JG/Downloads –

das PDF zur JGArbeitshilfe „Ostern entgegen“ verlinkt, die Ihr für die Feiertage für persönliche Impulse und Gebete nutzen könntet.

Montag, 30. März 2020

Das Zugehen auf die Kar und Ostertage – das ist wahrlich in diesem
Jahr keine leichte Aufgabe.

Wie geht es dir in diesem Jahr in der Fastenzeit?

Was fällt dir leicht?
Was fällt dir schwer?

Und vor allem: was tust du, damit es dir besser geht?

Schreib uns gerne unter familie@jg-muenster.de

hier ein Link zum PDF der Fragen

Unsere geistliche Leiterin Ute hätte eigentlich heute gemeinsam mit ihrem Kollegen Jan Christoph die Kar – und Ostertage für Familien begonnen.

Aufgrund der derzeitigen Gesundheits Lage geht das aber nicht. Unsere Ideen und Gedanken zu Gründonnerstag findet Ihr daher hier:

https://www.jg-muenster.de/wp-content/uploads/2020/04/Gründonnerstag.pdf

Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Karfreitag – ein stiller, nachdenklicher Tag. Unsere Gedanken dazu findet ihr hier:

https://www.jg-muenster.de/wp-content/uploads/2020/04/Karfreitag.docx

Karsamstag – Grabesruhe und Aushalten. Unsere Gedanken dazu findet ihr hier:

Grabes Ruhe: absolute Stille.

Wir erleben unsere Welt im Moment sehr viel leiser als sonst. Es fahren viel weniger Autos und es fliegen kaum noch Flugzeuge. Auf den Straßen ist fast nichts mehr los – je nachdem, wo ich wohne. Genieße ich die Ruhe? Oder ist sie unheimlich? Wie geht es mir, wenn ich mal Kirchenglocken höre oder ein Hubschrauber fliegt? Genieße ich die Ruhe – oder vermisse ich auch bei den Geräuschen die Normalität?

AUSHALTEN… Ist wohl eines der wichtigsten Worte in dieser Zeit.

Wie lange noch, weiß keiner. Aber wir wissen: es geht irgendwann… Irgendwann… Wieder normal weiter.

Die Jünger hatten sicher eine größere Unsicherheit. Sie kannten vielleicht einige vage Andeutungen Jesu daran, dass nach seinem Tod etwas passieren würde. Aber konnte man denen vertrauen? Was bedeuteten sie denn überhaupt? Wenn einer tot ist, ist er tot.

Die ganze Welt der Jünger, ihre ganze Hoffnung ist zusammengebrochen. Das auszuhalten ist sicher ein anderes aushalten als dass die meisten von uns ist derzeit durchmachen. Dennoch stellt sich die Frage: was hilft mir und uns, auszuhalten und durchzuhalten?

Endlich Ostern – das Herz ist mit Freude erfüllt.

Auferstehung geht jeden an. Jeder ist mit Tod und Leben konfrontiert.

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und sehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herren kam vom Himmel herab, trat ans Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten  die Waechter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.(Mt 28, 1 bis 5 a)

Jesus ist auferstanden!

Was bedeutet Auferstehung für mich? Was bedeutet die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod für mein Leben vor dem Tod?

OSTERFREUDE
Ostern erfüllt mein Herz immer mit einer besonderen Freude, die von innen kommt. Diese Freude wünsche ich euch und uns allen! Gibt es heute einen besonderen Anlass zur Freude? Worüber habe ich mich heute schon gefreut?

Im Moment ist es ganz wichtig, sich die schönen Dinge im Leben bewusst zu machen.

Gelingt mir das, diese stärker zu bewerten als die Unsicherheiten und Einschränkungen? Kann Ostern mir helfen, auf neue Gedanken zu kommen?

OSTERLACHEN

Heute schon gelacht? Das Oster –Lachen (lateinisch risus paschalis) ist ein alter Brauch (vor allem aus dem 14. bis 19. Jahrhundert), der ursprünglich aus Bayern stammt. Dabei geht es darum, in der Predigt an Ostern die Teilnehmer an einem Gottesdienst zum Lachen zu bringen. Das Oster –Lachen ist die einzige Form, in der das Lachen in die christliche Liturgie einbezogen wurde. Also – bringt euch zum Lachen, lacht, so viel ihr könnt! Frohe Ostern!

Ostermontag – der Tag der Emmaus- Geschichte.

Am Ostermontag hören wir in der Kirche die Emmaus-Geschichte.

Die beiden Jünger unterhalten sich auf dem Weg über all das, was sie in den letzten Tagen gesehen und erlebt haben. Die Geschichte berichtet, dass Jesus zu ihnen kam, sie ihn aber nicht erkannten, als er ihnen den Sinn der Schrift erschloss. Sie erkannten ihn erst, als er das Brot brach. Dann aber sahen sie ihn nicht mehr.

Die Emmaus- Geschichte ist für uns ein Sinnbild dafür, dass Jesus uns begleitet. Es ist eine wunderbare Geschichte, eine Geschichte für einen  Feiertag. Jetzt – aus der Retrospektive.

Oft überhöre ich aber aus Gewohnheit die Stimmung, in der die Jünger waren, als sie sich auf den Weg nach Emaus machten. Sie müssen irgendwo zwischen tiefer Trauer und Unsicherheit gesteckt haben. Ihr altes Leben war von heute auf morgen zerstört worden. Alles war anders, sie hatten keine Perspektive mehr.

Und dann diese neuen, unsicheren Nachrichten der Frauen von gestern – was mochten sie zu bedeuten haben? Gab es doch eine Zukunft? Und wie würde sie aussehen? Wird alles so wie früher – oder doch ganz anders?

Der Gang nach Emmaus war bestimmt kein schöner Frühlingsspaziergang. Es war ein Kopf klar kriegen, ein Gedanken sortieren. Und als sie sich dafür Zeit nahmen, sortierten sich ihre Gedanken und sie hatten im  Zusammensein nicht mehr das Gefühl, mit den Unsicherheiten alleine dazustehen. Plötzlich war es, als sei Jesus bei Ihnen. War Jesus wirklich leibhaftig bei Ihnen? Sie brachen das Brot miteinander…“da wurden Ihnen die Augen geöffnet: es war Jesus. Doch im selben Moment verschwand er, und sie konnten ihn nicht mehr sehen.“

Ich kenne das Gefühl. Manchmal bricht ein Stück Himmel auf und ich spüre, dass Gott da ist. Aber festhalten lässt er sich nicht.

Ich wünsche uns allen für die nächsten Wochen und Monate die Sensibilität, immer wieder die kleinen Momente der Gottesnähe wahrzunehmen. Sie mögen uns tragen, wenn wir uns einsam fühlen und mit uns selbst nichts anfangen können, wenn wir in unseren Gedanken kreisen und nicht Vorwärtskommen. Möge Jesus dann mit uns gehen…

Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Gedanken von Markus Hachmann

Wo zwei (und nicht drei) in meinem Namen versammelt
sind…
Zwischen Dom und Prinzipalmarkt befindet sich in Münster das Büro von „Emmaus-Reisen“. Das ist ein ungewöhnlicher Name für ein Reisebüro– aber es steckt ja auch eine ungewöhnliche Story dahinter: Zur Zeit Jesu war Emmaus ein kleines Dorf. Es lag circa 12 Kilometer von Jerusalem entfernt.
Allerdings war es so unbedeutend, dass heute kein Mensch mehr sagen kann, wo genau dieser Ort eigentlich gewesen sein könnte. Zwei Freunde von Jesus sind damals dorthin gegangen. Die beiden waren enttäuscht und gefrustet, weil Jesus gestorben ist. Noch vor ein paar Tagen waren sie mit ihm und den anderen Freunden in Jerusalem unterwegs. Da deutete sich schon an, was passieren würde.

Und dann ging plötzlich alles ganz schnell – schneller als gedacht! Die Ereignisse überschlugen sich. Pilatus wusch seine Hände. Er war gezwungen, schnell eine Entscheidung zu fällen.

Und plötzlich war alles anders. All ihre Pläne wurden durchkreuzt. Erst nach und nach wurden ihnen die Konsequenzen bewusst. Sie hatten gehofft, Jesus würde ein besseres Leben möglich machen. Nun aber war es aus und vorbei mit diesem Traum. Er war tot und sie konnten einpacken. Alle weiteren Termine wurden abgesagt. Keiner wusste, wie es weitergehen sollte. Keiner konnte sagen, was die Zukunft bringen würde. Die anderen hockten nun schon seit Tagen wie in Quarantäne.Viele hatten Angst, einige hatten plötzlich Stress, einige fühlten sich plötzlich nutzlos.

In dieser paradoxen Situation beschlossen die beiden Freunde, rauszugehen – nur zu zweit. Tapetenwechsel, um andere Bilder in den Kopf zu bekommen. Doch ihre Gedanken und Gespräche drehten sich nur um das eine Thema. So bemerkten sie erst am Ende des Tages, dass Gott ganz nah bei ihnen war – so nah wie ein Dritter, der sie unbemerkt auf dem Weg begleitet hatte. Gott tat das einfach trotz Allgemeinverfügung, „sozialer Distanz“und Kontaktverbot. Er mischte sich einfach dazwischen, weil es ihm niemand verbieten konnte und weil es niemanden krank machen würde.

Wenn wir also in den nächsten Tagen nach draußen gehen, maximal zu zweit, dann könnte es sein, dass Gott sich dazugesellt – und das nicht nur, wenn wir nach Emmaus reisen.

(hier der Link zur PDF der Gedanken)

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