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Home2020-05-26T11:09:40+02:00

„Tut euch was Gutes“

Anregungen für Zuhause! Wir erweitern sie ständig… mehr in unserem Archiv

Für uns

Öffnet sich doch noch die Tür zum Familien-Sommerurlaub? Nicht fliegen aber ans WASSER!

Wer will spontan noch mit nach Bünsdorf an den Wittensee vom18. – 31.Juli???

hier der LINK

Spaß garantiert!
Kennt ihr Verstecken falschherum?


Unsere Kinder spielen das schon lange – normalerweise mit vielen Freunden. Jetzt fallen die Freunde aus und wir Eltern haben mehr Zeit als sonst – und auf einmal richtig viel Spaß mit unseren Kids.
Die Regeln: Alle zählen gemeinsam, eine Person versteckt sich in der Zeit. Nun gehen alle suchen – aber möglichst einzeln. Denn wer die Person gefunden hat, kriecht mög-lichst unbemerkt mit ins Versteck – so lange, bis der Letzte das Versteck gefunden hat. Das kann ganz schön eng (und lustig) werden! Je nach Alter der Teilnehmenden darf der Erste (große Men-schen) oder der Letzte (kleine Menschen) sich als Nächstes verstecken. Klappt auch prima mit Kids und Erwachsenen in verschiedenen Altersstufen (bei uns 5-15 Jahre). Von Familie Hachmann (Greven)

…da gibt´s was auf die Ohren!

Aus dem 2019 gegründeten JG-Familienkreis in Borken erreichte uns ein Tipp, der für viele Eltern eine gute Entlastung sein kann (wenn die Kleinen jetzt immer noch nicht wieder in die Kita oder die Schule dürfen).

Anstatt die Flimmerkiste oder das Tablet zum Glotzen anzuschmeißen, gibt es ein HÖRSPIEL-Angebot der Soundart-Mediagroup und befreundeter Firmen in Zusammenarbeit mit Ravensburger.

Hier deren Beschreibung und der LINK (ohne Gewähr für alle Inhalte). Ich fand beim Reinhören es sehr gut!

Euer JG-Frank

„Liebe Eltern, zusammen mit einigen befreundeten kleinen Firmen haben wir die letzten 3 Tage ein Projekt aus dem Boden gestampft. Kurz zusammengefasst: dabei handelt es sich um 97 kostenlosen Hörgeschichten für Kinder in 5 Kategorien mit Laufzeiten von 2:30 min bis ca. 20:00 Minuten. Die Geschichten sind geeignet für Kinder im Alter bis 12 Jahre.

Die Seite lautet:

www.diekurzgeschichte.de

Die Geschichten dort sind zum gratis Download und Streaming, da wir etwas Gutes in einer schwierigen Zeit tun wollen. Viele Eltern müssen in der Corona-Krise Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen. Mit den Kindergeschichten möchten wir Eltern ein wenig Freiräume schaffen.

Darf gerne geteilt werden.“

In diesem Sinne von Eurem JG-Team der Wunsch: Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Wer kennt das nicht: Zum x-ten mal dieselbe CD, denselben Song. Warum also nicht mal eine Playlist erstellen, mit der alle Familienmitglieder zufrieden und glücklich sind?

Vorgehensweise:

  1. Gemeinsam von allen möglichen Tonträgern/Playlisten die Lieblingslieder zusammensuchen und aufschreiben. Dabei soll jedes (!) Familienmitglied zu Wort kommen. Vielleicht gibt es ja auch gemeinsame Lieder, die an Urlaube oder besondere Situationen erinnern…? 
  2. Die Lieder sammeln und in einer Musik –  Datenbank suchen. Dabei dürfen alle möglichen Lieder gesucht werden: Neben den Klassikern wie Rolf Zuckowski oder Detlev Jöcker natürlich auch Titel wie Macarena,  Gangnam Style oder was auch immer…
  3. Zur Steigerung der guten Laune diese Playlist Mal abspielen, wenn gerade Zeit dafür ist: um die Laune zu steigern, um gemeinsam aufzuräumen, um gemeinsam sich zur Musik zu bewegen etc.
  4. Viel Spaß beim bewegen und mitsummen, mitsingen oder mittanzen…

Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Eine nicht neue, aber einfache Idee, sich das kleine alltägliche Glück bewusst zu machen, ist das „Glücks-Glas.“

Benötigte Materialien:

– ein (großes) Weck-Glas, ggf. mit Deckel

– kleine Zettel

– etwas zum Schreiben / Malen

Vorgehensweise:

1) Glas nach Belieben beschriften oder dekorieren

2) jeweils eine gute Erinnerung pro Zettel aufschreiben / malen (das heisst: jedes Mal, wenn man etwas Schönes erlebt)

So entstehen nach und nach ganz viele kleine Glücksmomente im Glas.  Wenn es Dir / Euch dann mal nicht gut geht, können beliebig viele Zettel entnommen werden 🙂

ODER: Als „Bilanz“ einer bestimmten Zeit / z.B. am Silvesternachmittag – oder während einer schwierigen Zeit wie jetzt – können beliebig viele (oder alle) Zettel entnommen und vorgelesen werden. Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Seit Jahren empfielt Burkhard Labusch für die JGaktuell die neusten und besten Gesellschaftsspiele – egal ob Karten- Deck – Lege – Fun und Party oder Strategiespiele – schaut mal, ob was für diese besondere Zeit dabei ist. Auch Eure lokalen Spielehändler liefern derzeit oft nach Hause erkundigt Euch mal….

Hier die verlinkten PDF s:

       

Schon mal versucht, gemeinsam ein Bild (aus-) zumalen? Dann kommt hier unsere Idee:

1) Sucht Euch gemeinsam eine schöne Vorlage (zb aus einem Mandala-Buch) heraus. 2) Unterteilt diese mit Lineal und Bleistift in verschiedene Teile (Beispiel im Bild:  8 Teile)

3) Schneidet die Teile auseinander. 4) Jede/r von Euch coloriert anschließend seinen / ihren Teil. 5) Anschließend setzt ihr die Teile wieder zusammen.

Vielleicht wollt ihr das Bild ja gemeinsam in einen schönen Bilderrahmen packen, damit es euch an diese Zeit erinnert. Bleibt gesund. Gott segne euch. 🍀

Für mich

Eigentlich wären wir im Moment mit 16 Teilnehmenden auf dem Franzikusweg in Italien unterwegs.

Aufgrund der gesundheitlichen Lage erleben wir den Weg leider gerade nur virtuell. Hier haben wir einzelne Aussagen der Teilnehmenden gesammelt.

Übrigens: Die Reise wird in 2021 nachgeholt!

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Mit Klara und Franziskus mein Leben unter die Füße nehmen:

1) Wie Franzikus möchten wir pilgernd über unser Leben nachdenken und dabei auch die Natur erleben.

2) Ich möchte gemeinsam das Leben und den Glauben teilen. Einander hören, lachen, singen und schweigen und dabei der Botschaft von Klara und Franzikus nachgehen. Mit Anderen gemeinsam die Landschaft von Franziskus und Klara erleben. Hören, was sie bewegt hat und entdecken, was wir heute von ihnen lernen können.

3) Wir möchten gerne unterwegs sein – in der Natur, mit Gleichgesinnten, bei uns selbst und mit Gott als Begleiter.

Ich mache mich auf den Weg, …

4) … weil ich gemeinsam mit Anderen offener bin für Neues.

5) … weil ich für mich auf der Suche bin, den richtigen Weg zu finden. Gemeinschaft zu erleben, Ziele zu setzen und mich auf das wirklich Wichtige zu besinnen.

6) …weil ich zur Ruhe kommen möchte, mich besinnen will und auch mal an meine Grenzen gehen möchte. Ich möchte Gemeinschaft erleben und gemeinsam vorankommen.

7) … weil wir die Natur erleben und aus dem Alltag ausbrechen möchten.

8) …weil ich 2019 allein begonnen habe und den Weg gerne weiter gehen möchte, aufgrund meiner guten Erfahrungen auf der 1. Etappe von Florenz nach Assisi.

9) …weil ich die Stimmungen auf dem Franziskusweg einfangen möchte.

10)… weil ich Freude erleben möchte.

11)… weil ich zu mir finden möchte.

12)…weil ich Menschen kennenlernen möchte, die sich auf den gleichen Weg machen wie ich.

Von Stefan Jürgens, Pfarrer in Ahaus

Ich möchte nichts über Gottesdienste und Abstandsregeln sagen, nichts über Messen und Hygiene beim Kommunionempfang. Das machen unsere Pfarreien derzeit sehr unterschiedlich: In Stadtlohn gibt es mehr Messen, in Vreden dafür sehr viel weniger, in Ahaus und Alstätte-Ottenstein wie sonst auch. Die evangelische Kirche feiert ohne Abendmahl. Das hat alles nichts mit Theologie zu tun, sondern mit Hygiene – und mit Angst. Aber das alles lasse ich jetzt mal außen vor.

Ich möchte heute über etwas anderes sprechen: über Hemd und Jacke. Über das Hemd, das den meisten näher ist als die Jacke. Wir erleben zurzeit: Ein Virus macht kurzatmig und zerstört die Lunge. Daran sterben nicht nur alte Leute oder Menschen mit Vorerkrankungen,

die es auch bei einer Grippe erwischt hätte. Also Menschen, die nicht an, sondern mit Corona sterben. Sondern es betrifft ganz normale Leute „wie du und ich“. Deswegen bin ich so froh, dass wir eine Regierung haben, die sich beraten lässt und nicht bloß herum-„trump“-elt.

An die Lunge also geht das Virus. Die Lunge ist das Problem.  Ich frage mich: Sind wir nicht alle atemlos geworden? Nicht „atemlos durch die Nacht“, sondern atemlos vom allerletzten Schrei! Wir wollen haben, immer mehr. Und zerstören dafür hemmungslos die Schöpfung. Der Regenwald zum Beispiel, so sagt man, sei die „Lunge“ der Erde. Doch wir zerstören sie. Und damit die Zukunft unserer Kinder.

Was Corona für die Lunge ist, das sind die reichen Länder für die Welt!

Ich spreche vom Klimawandel – wer spricht jetzt noch davon? Nimmt uns die Angst vor dem Virus den Sinn für alles andere? Diese Angst macht atemlos, sie bestimmt alle Aufmerksamkeit. Das Hemd ist uns eben näher als die Jacke: Wenn’s weit weg ist, ist’s wohl nicht so wichtig. Wenn’s nur für alle ist, scheiß egal. Hauptsache: ich, und zwar jetzt! Hauptsache: alles, und zwar sofort!

Das Virus macht der Politik Beine und ermöglicht Milliardenhilfen. Der Mittelstand braucht sie dringend, diese Hilfen, denn der Mittelstand ist die Stütze unserer Wirtschaft. Ehrliche Leute, die nicht „chef“-feln, sondern arbeiten. Diesem Wohlstand verdanken wir unsere Freiheit! Doch was ist mit den Konzernen? Sie verlangen Staatshilfen und steuerfinanzierte Kaufanreize, aber schmeißen dann mit Dividenden und Boni nur so um sich. Die Wirtschaft als ganze stagniert, nur die Rüstungsexporte steigen weiter. Wir profitieren alle von diesem Profit, doch der Preis dafür ist hoch. Rüstung ist eben nicht nachhaltig, sondern tödlich.

Und die Geflüchteten, die sind plötzlich weit weg und sitzen unbeachtet auf Inseln ohne Menschenrechte. Jeden Tag sterben über 20.000 Menschen an Hunger. Die Mitbewohner unserer Erde kriegen wie immer nur das, was wir übriglassen. Wir sollten uns was schämen, Sie und ich! Und einsehen: Unser Lebensstil ist tödlich!

Was Corona für die Lunge ist, das sind viele von uns für die Welt!

Das Virus schränkt Recht und Freiheit ein und fast alle machen mit, sie lassen es sich gefallen. Nur ein wenig knurren sie über die Masken, und dass man im Laden warten muss. Aber alles in allem funktioniert es. Gut so! Wären wir doch immer so vernünftig und nähmen Rücksicht aufeinander. Doch den meisten ist eben das Hemd näher als die Jacke: Sie fangen erst dann an zu denken, wenn es ihnen selber an den Kragen geht.

Wäre der Glaube ansteckend, könnte die Welt dann wieder atmen? Das Virus macht überdeutlich: Alle Menschen müssen sterben. Wir sind alle sterblich, todsicher. Sind wir vielleicht deshalb jetzt so nervös, weil wir das vergessen hatten, vielleicht auch nur verdrängt? Alles dreht sich jetzt um Geld und Leben: das nackte Überleben und die Wirtschaft. Und dabei steht beides nicht im Grundgesetz: nicht der Profit, nicht das gesunde und keimfreie Leben. Sondern die Menschenwürde. Die Freiheit. Und das Recht auf Bildung. Was ist mit der Menschenwürde in den Altenheimen, wo kein Besuch mehr hindarf? In den Kindergärten und Schulen? In den Gaststätten, die reihenweise pleite gehen? In den kleinen Betrieben, die ums Überleben bangen?

Wir müssen alle sterben, und deshalb müssen wir das Leben schützen. Aber bitteschön das Leben aller Menschen, und nicht nur unser eigenes. Denken Sie an die Jacke und das Hemd! Alle Menschen müssen sterben: „Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hochkommt, sind es achtzig“, heißt es in Psalm neunzig. Ja, so ist das! Und auch ich muss sterben. Aber ich habe eine große Hoffnung. Ich liebe das Leben, aber ich hänge nicht daran, so als gäbe es nichts anderes. Weil ich diese Hoffnung habe. Ich muss nicht alles aus dem Leben herausholen, was womöglich drinsteckt an Jahren und Erlebnis. Ich habe keine Angst, irgendetwas zu verpassen. Deshalb kann ich mein Leben für andere einsetzen.

„Ich bin gelassen im Vorletzten, weil ich geborgen bin im Letzten“, sagt Romano Guardini. Das Wort habe ich mir ins Herz geschrieben: „Ich bin gelassen im Vorletzten, weil ich geborgen bin im Letzten.“ Deshalb will ich nicht nur um mich selber kreisen, nicht um meine Gesundheit, nicht um mein Leben, nicht um meinen Besitz und nicht um meine Angst.

Jesus sagt: „Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren. Wer aber sein Leben einsetzt, der wird es finden.“ Seien Sie deshalb hilfreich, machen Sie irgendwem das Leben leichter, setzen Sie sich für eine gute Sache ein, übernehmen Sie ein Ehrenamt, achten Sie auf die Umwelt. Dann ist viel getan. Mit einem Wort: Bewahren Sie sich nicht für sich selbst! „Denn wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren, wer es aber einsetzt, der wird es finden.

40 Tage nach Ostern wird Christi Himmelfahrt gefeiert. Denn nachdem der Auferstandene Jesus sich Ostern den Jüngern gezeigt hatte, blieb er nach biblischer Überlieferung noch 40 Tage bei ihnen. Dann wurde er vor ihren Augen von einer Wolke in den Himmel gehoben (Apostelgeschichte 1). Viele Bräuche entstanden im Mittelalter, die das Geschehen vorstellbar machen sollten.

Doch eine tiefe Glaubenswahrheit birgt dieses Geschehen: Jesus lebt „Im Himmel fort“, in einer unsichtbaren, göttlichen Sphäre, die jenseits der sichtbaren Welt existiert und doch gleichzeitig in ihr wirksam ist.

Eine kleine Geschichte, die zwar zur Corona Zeit wie aus einer anderen Zeit gefallen wirkt, aber viele von euch durften sicherlich solche Erfahrungen am Flughafen schon erleben oder  haben sie mitbekommen. Und sie enthält eine zeitlose Botschaft!

Zwischen zwei Welten – Eine Himmelfahrtgeschichte von Björn Kranefuß (Pastor Airport

aus: „Andere Zeiten“ – das Magazin zum Kirchenjahr 2/2019

Unbestätigten Meldungen zufolge soll sich am Fest der Himmelfahrt Christi Folgendes zugetragen haben: Jesus, sitzend zur Rechten Gottes,  sagte zu seinem Vater: „Papa, du weißt ja, Flughäfen haben mich schon immer interessiert. Ich möchte mir das mal näher ansehen. Kann ich einen Tag frei machen? Ich weiß, es gibt wahnsinnig viel zutun, aber ich würde zu gerne…“- „Geh nur,“ sagte der gütige Vater im Himmel. „Einen Tag frei machen hast du dir wirklich verdient“.“

Jesus begab sich also, natürlich unerkannt, ins Terminal 1 des großen Hamburger Flughafens. Er betrat die Abfertigungshallt mit den vielen Schaltern, an denen Menschen darauf warteten, Gepäck abzugeben, und war überrascht. Das könnte auch ein Tempel sein, dieses Gebäude, dachte er und sah durchaus Ähnlichkeiten zum Tempel in Jerusalem. Obwohl natürlich allwissend, musste er sich unwillkürlich fragen: „Zu wessen Ehren ist denn dieses Gebäude gebaut worden? Zu wem wird denn hier gebetet?“

Jesus stellte sich an das Ende einer Schlange von Menschen vor einem Check-In-Schalter. Vor ihm in der Schlange stand ein gestresst wirkender Mann. Andreas, 38 Jahre, von Beruf Makler, gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern, vier und sechs Jahre alt, auf dem Weg in den Griechenland –Urlaub. Da der Schalter noch nicht geöffnet war, kam man ins Gespräch. Während seine beiden Kinder im Terminal herumliefen und seine Frau noch letzte Urlaubslektüre kaufte, fing Andreas zu erzählen an. Er freute sich sehr auf den Urlaub. Immer wieder hatten sie in den letzten Tagen die schöne Ferienanlage im Internet angesehen, hatten sich vorgestellt, wie es sein würde, mit den Kindern zu spielen und mit seiner Frau auf der Terrasse gegrillten Fisch zu essen. Allerdings war die Stimmung in der Familie gerade sehr angespannt. Gestern Abend hatte es Streit gegeben. Seine Faru hatte ihm vorgeworfene, er kümmere sich zu wenig um die Kinder. Andreas wiederum hatte seine Frau undankbar genannt, da sie nicht verstehen wolle, dass es zwischen beruflicher Abwesenheit und ihrem Wohlstand einen Zusammenhang gebe.

Jesus dachte: Wie rasch werden durch einen Streit doch all die Errungenschaften der technologischen Zivilisation bedeutungslos. Wer hätte vorherzusagen gewagt, dass wir irgendwann zwar Menschen auf den Mond und Flugzeuge nach Neuseeland schicken können, aber immer noch Mühe haben, einander wirklich zu verstehen, uns zu vergeben und Meinungsverschiedenheiten beizulegen? Nachdenklich folgte er dem Strom der Passagiere und stand wenige Meter weiter schon wieder in einer Warteschlange. Verwundert sah Jesus, wie vor ihm Menschen anfingen, Gürtel zu öffnen und Schuhe auszuziehen. Männer und Frauen in Uniform winkten sie durch ein Tor. Manche von ihnen wurden dahinter abgetastet. Diese Vorstellung war Jesus sehr unangenehm. Eigentlich wollte er schon wieder umkehren, aber dann siegte seine Neugier. Zumal er sah, dass die Menschen hinter dem Tor irgendwie erleichtert aussahen. Vor allem die, die es ohne Piepen und Abtasten durch das Tor geschafft hatten. Sie wirkten so wie Menschen, die Jesus nach der Beichte aus der Kirche hatte kommen sehen: für diesen Augenblick erlöst und frei von der Last der Sünden. Ein seltsames Himmelfahrts-Ritual ist das, dachte Jesus. Und wieder musste er an den Jerusalemer Tempel denken. Dort mussten die Menschen sich seelisch `reinigen‘, bevor sie in den heiligen Bereich des Tempels gelassen wurden. Er dachte bei sich. „Lieber ein Gebet mit Sündenvergebung als das hier.“

Jesus verbrachte dann noch etwas Zeit bei den Passagieren, die direkt vor den Flugzeugen auf das einsteigen warteten. Einigen Reisenden sah man die Vorfreude auf den Urlaub deutlich an. Bei anderen konnte Jesus in ihren bangen Blicken ablesen, was sie dachten: Gleich bin ich in so einer Maschine über den Wolken, vertraue mein Leben einem wildfremden Menschen an…

Am Abend kehrte Jesus zurück in den Himmel. „Und wie war’s?“ fragte ihn der gütige Vater. „Sehr interessant“, sagte Jesus und ließ sich erschöpft zur Rechten Gottes nieder. „Es ist schon beeindruckend, was die Menschen in den vergangenen 2000 Jahren technisch alles so entwickelt haben. Na ja, du hast sie ja zu deinem Ebenbild geschaffen. Kein Wunder also, dass sie so erstaunliche Dinge erfinden. Leider scheinen sie sich über die schädlichen Folgen ihres manchmal genialen Tuns nicht wirklich ausreichend Gedanken zu machen. Ich habe das Gefühl, du hast bei der Ebenbildlichkeit irgendein entscheidendes Detail vergessen, vielleicht…“ „Jaja, du hast recht, mein Sohn“, unterbrach ihn Gott und verdrehte leicht die Augen. „Ich weiß schon, was du meinst.“

Nachdenklich schwiegen sie eine Weile. „Am besten hat mir, glaube ich, der Bereich im Flughafen gefallen, wo Menschen nach einer Reise ankommen“, sagte Jesus plötzlich. “Welch‘ gespannte Erwartung und welch‘ überschwängliche Freude dort herrscht! Da unten in der Halle gibt es Empfänge für die ankommenden Reisenden- die hätten König Herodes neidisch gemacht. Menschen ohne irgendwelche augenscheinlichen besonderen Merkmale werden mit Wimpeln, Spruchbänder, Schokoladenkuchen und Jubel begrüßt. Die Menschen geben einander das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Mir fiel dabei übrigens sofort meine eigene Himmelfahrt ein. Denn da hatte ich genau dieses Gefühl: dass ich für dich, Vater, jemand ganz Besonderes bin. Und es war dieses Gefühl, das mich schweben ließ und mich getragen hat.“ Gott lächelte und war auch ein bisschen gerührt. Jesus fuhr fort: „Insofern ereignet sich tatsächlich jeden Tag am Flughafen so etwas wie Himmelfahrt. Allerdings nicht beim Start der Flugzeuge, wie ich zunächst dachte, sondern Menschen beginnen innerlich zu schweben, wenn ihnen bei der Ankunft von Freunden gezeigt wird, dass und wie sehr sie geliebt werden.“

Wieder nachdenkliches Schweigen. Dann räusperte sich Gott Vater:“ Ich denke, ich habe verstanden… Die Menschen, meine Geschöpfe, können am Flughafen viel über sich selbst lernen: Bei ihrer Abreise sind sie zunächst einmal so verdächtig wie ein Verbrecher und Sünder, sodass sie aufs Schärfste durchleuchtet und kontrolliert werden müssen. Aber eine Etage darunter, bei ihrer Ankunft, werden sie begrüßt wie Könige.“ Jesus nickte. Dann fügte er hinzu:“ Wir werden definitiv noch gebraucht, Vater. Wie soll ein Mensch mit dieser Spannung leben – König und potenzieller Verbrecher zugleich-, wenn wir ihm nicht immer vergewissern, dass er vor allem eines ist: dein geliebtes Kind.

„Lass dich“

Lass dich annehmen
so wie du bist
mit deiner inneren Quelle
deiner Einmaligkeit
deiner Verletzlichkeit
deinen unangenehmen und unausgeglichenen Seiten
 
Lass dich lieben
in der Tiefe deines Seins
im Genießen der zärtlichen Umarmungen
im Annehmen der Anerkennung
im befreienden Gestalten der Freundschaft
 
Lass dich ansehen
als ureigener Teil der Schöpfung
mit deinem Lachen und Weinen
Staunen und Zweifeln
 
Lass dich bestärken
zur Selbstliebe
sie lässt dich echte
Nächsten- und Gottesliebe erfahren

© Pierre Stutz, Osnabrück, www.pierrestutz.ch

 PS: Besonders schön ist es, wenn man sich diesen Text von einem anderen Menschen ins Ohr flüstern lässt. Und das müsste auch per Telefon gehen. 

Ursprünglich veröffentlicht in:

Die Liebe in Zeiten von Corona
Einladung zum »Erzählprojekt« von Publik-Forum.
Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, Nöte, Ängste
und Ihre Zuversicht in Zeiten von Corona.
www.publik-forum.de/corona

Textimpuls aus unserer „ Arbeitshilfe mein Haus – dein Haus “,  allerdings mit veränderten Titel. 

Hoffnung vielleicht

Das wäre schön auf etwas hoffen zu können

was das Leben lichter macht und leichter das Herz

Das gebrochene ängstliche

und dann den Mut haben die Türen weit aufzumachen

nicht länger verschließen

und die Ohren und die Augen und auch den Mund

Das wäre schön

Bis am Horizont Schiffe auftauchten

Eins nach dem anderen

Beladen mit Hoffnungsbrot bis an den Rand

Das Mehr wird immer mehr

Durch teilen

Das wäre schön

Wenn Gott nicht aufhörte zu träumen in uns

vom vollen Leben einer Zukunft für alle

Und wenn dann der Himmel aufreißen würde ganz plötzlich

Neue Wege sich auftun hinter dem Horizont

Das wäre schön

(Carola Moosbach)

Ein einfacher Plan…

Zum Nachlesen oder deutlich sichtbar aufhängen (nach einer Idee von S.Niemeyer)

1) Es ist, was es ist. Ich mache das Beste daraus.

2) Angst vor der Zukunft verändert die Zukunft nicht. Aber diese Angst verändert mich. Dagegen werde ich AKTIV:

Bewegung, Kuchen backen, Schreiben, Singen, Jonglieren, in den Himmel schauen, lange spazieren gehen – all das kann mir helfen.

3) Drei Sachen, die trotz Corona gut sind, finden sich jeden Tag – wetten?

4) Ich bleibe neugierig und finde jeden Tag die Antwort auf eine Frage heraus, die mich interessiert. Zum Beispiel:

Wo überall auf der Welt ist die Muttersprache Spanisch?

Wie bewegen sich Krebse fort?

Wie erlerne ich im Selbststudium ein Instrument?

(…)

5) Ich danke allen Menschen in Schlüsselberufen, das tue ich ggf. auch PERSÖNLICH: Verkäufer/innen, Ärztinnen, Müllabfuhr, Briefträger – die Liste lässt sich beliebig weiter fortsetzen. ICH SAGE DAS DIESEN MENSCHEN AUCH, WENN ICH SIE TREFFE.

6) Ich denke an meine Großeltern, die immer eingemachtes Obst, aber nie einen Schrank voll Klopapier hatten.

7) Ich denke an meine männlichen Vorfahren, die in den Krieg – und nicht auf das Sofa – berufen wurden.

8) Ich versuche, meinen Kindern oder Kindeskindern eine positive Grundstimmung zu vermitteln. Ich bitte um Hilfe, wenn mir dies nicht gelingt.

9) Ich lese Bücher, die ich schon immer mal lesen wollte.

10) Ich nehme mir bewusst Zeit, die Dinge zu genießen, die ich schön finde:

– in Ruhe mit meinen Kindern / Geschwistern / Eltern / Großeltern telefonieren

– in der Sonne sitzen

– mit meinem Hund spazieren gehen

– (…)

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